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Wir bilden aus, Wir bilden fort:

Menschlich, Kompetent und Praxisnah

Heilerziehungsassistent/in

Warum Heilerziehungsassistenz?

Die Ausbildung in der Heilerziehungsassistenz soll dazu befähigen, Menschen, deren Teilhabe an der Gesellschaft durch Beeinträchtigung oder Behinderung erschwert ist, unter Anleitung einer sozialpädagogischen oder pflegerischen Fachkraft, zu begleiten, zu assistieren und zu pflegen. Die Ausbildung soll den Auszubildenden ermöglichen, Fachwissen und Sozialkompetenz in ausgewogener Weise zu verknüpfen, auf dieser Grundlage zu handeln und im Rahmen der übertragenen Aufgaben Entscheidungen zu treffen.

Außerdem wird die Allgemeinbildung fortgeführt mit dem Ziel des Erwerbs eines mittleren Bildungsabschlusses (Notendurchschnitt mindestens „3,0“ und mindestens fünfjähriger Fremdsprachenunterricht in aufeinander folgenden Klassenstufen mit mindestens der Note „ausreichend“). Dieser mittlere Bildungsabschluss ermöglicht dann einen Einstieg in die Ausbildung in der Heilerziehungspflege.

Staatlich anerkannte/r Heilerziehungsassistent/in

Voraussetzung:

Hauptschulabschluss

Dauer:

zwei Jahre

Heilerziehungsassistenten/innen wirken bei der Begleitung, Bildung, Pflege, Erziehung, Förderung, Unterstützung und Assistenz von Menschen mit geistigen, körperlichen, seelischen und Mehrfachbehinderungen aller Altersgruppen mit.

Unseren aktuellen Flyer zur Ausbildung Heilerziehungsassistent/in finden Sie hier.

1Berufsbild

Heilerziehungsassistenten/innen wirken bei der Begleitung, Bildung, Pflege, Erziehung, Förderung, Unterstützung und Assistenz von Menschen mit geistigen, körperlichen, seelischen und Mehrfachbehinderungen aller Altersgruppen mit. Sie sind daran beteiligt, die soziale und berufliche Eingliederung ihrer Klienten/innen zu erleichtern. Heilerziehungsassistenten/innen sind sozialpädagogisch, heilpädagogisch und pflegerisch ausgebildete Kräfte, die in stationären und teilstationären Einrichtungen und in ambulanten Diensten tätig sind. Sie sind in der Lage, auf unterschiedliche Arten in Kontakt und in Beziehung mit ihrem Klientel zu treten.

Neben den beziehungsbezogenen und pflegerischen Anteilen sind hauswirtschaftliche und freizeitgestalterische Tätigkeiten Grundlage ihres beruflichen Alltags. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden ist eine enge Zusammenarbeit mit pädagogischen und pflegerischen Fachkräften unabdingbar. Für die Verwirklichung aller Aufgaben ist es wichtig, das eigene Handeln ständig mit den entsprechenden Fachkräften zu reflektieren. Über die personenbezogenen Angebote hinaus wirken Heilerziehungsassistenten/innen bei der Inklusion mit.

2Aufgaben und Tätigkeiten

  • Menschen mit Behinderungen bei alltäglichen und häuslichen Tätigkeiten, die diese nicht selbst erledigen können, unterstützen und assistieren, um weitest gehende Selbständigkeit zu ermöglichen
  • Maßnahmen der Grundpflege bei Kranken und Menschen mit Schwerst-Mehrfachbehinderungen durchführen
  • Hauswirtschaftliche Tätigkeiten ausführen, für Hygiene und Bekleidung sorgen
  • Informationen für Entwicklungsberichte sammeln
  • von Behinderungen betroffene Menschen bei ihrer individuellen Entwicklung begleiten
  • Nach Förderplänen, z.B. im lebenspraktischen, musischen und sozialen Bereich, handeln
  • Bei therapeutischen Maßnahmen mitwirken
  • Berufliche Eingliederung, auch auf dem freien Arbeitsmarkt, unterstützen
  • Eigenverantwortlichkeit durch geeignete Maßnahmen stärken
  • Selbständig lebende Menschen mit Behinderung individuell betreuen
  • Beim Übergang in eine weitgehend selbständige Wohn- und Lebensform begleiten
  • Von Behinderungen betroffene Menschen innerhalb von Wohn- und Arbeitsgruppen pflegen und betreuen
  • Gruppenmilieu, in dem sich der Mensch mit Behinderung wohl fühlt, zu fördern
  • Hobby- und Freizeitaktivitäten unterstützen, anregen und begleiten
  • Bei künstlerisch-musischen Aktivitäten, z.B. Singen, Spielen, Musizieren und Werken, mitwirken
  • Bei Gruppenübergreifenden Veranstaltungen wie Feste und Feiern dabei sein
  • Von Behinderungen betroffene Menschen bei der Integration in das gesellschaftliche Umfeld unterstützen und Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit begleiten
  • Zu Beziehungen mit den Angehörigen der betreuten Personen, wie Eltern, Verwandte und Freunde, motivieren und diese unterstützen
  • Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit im betrieblichen Kontext begünstigen 

3Arbeitsfelder

Heilerziehungsassistenten/innen arbeiten in Institutionen mit stationären, teilstationären und tagesstrukturierenden Wohnformen, in ambulanter Betreuung und Assistenz, in der Beratungsarbeit und Freizeitgestaltung sowie in Familien. Die Umsetzung der Inklusion hält weitere Arbeitsfelder bereit.

4Zugangsvoraussetzungen

  • Hauptschulabschluss oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsstand
  • ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung für eine Tätigkeit im Beruf Heilerziehungsassistenz
  • ausreichende deutsche Sprachkenntnisse in Wort und Schrift
  • die Zusage einer geeigneten Einrichtung mit einem Tätigkeitsbereich in der Heilerziehungspflege. Die fachpraktische Ausbildung wird schwerpunktmäßig in Einrichtungen der Behindertenhilfe, der Sozialpsychiatrie sowie in Pflegeeinrichtungen absolviert.

5Ausbildungsverlauf

Blockunterricht (duales System): Zwei Jahre Ausbildung im Wechsel von Theorie und Praxis an einem von der Schule anerkannten Ausbildungsplatz. Start jeweils im September eines Jahres.

6Inhalte der Ausbildung

Die Ausbildung in der Heilerziehungsassistenz ist in Modulen gegliedert.Die Module sind:

  • Menschen in Inklusionsprozessen verstehen und sie individuell und situationsbezogen begleiten
  • Lebenswelten von Menschen mit Assistenz- und beziehungsweise oder Unterstützungsbedarf erkennen und mitgestalten
  • Persönliche und berufliche Identität entwickeln
  • Kommunikation und Kooperation mit Einzelnen, Teams und Organisationen gestalten
  • Fachpraktische Kompetenzen erwerben und
  • Allgemeinbildende Kompetenzen erwerben

7Kosten und Ausbildungsvergütungen

Schulgeld monatlich: 75,- € Anmeldegebühr: 180,- € Prüfungsgebühr: 160,- €.

I.d.R. wird eine Ausbildungsvergütung von der Einrichtung bezahlt. Über Fördermöglichkeiten beraten wir Sie gerne.

8Standort

Der Unterricht erfolgt an der Schule in Hausach.

9Bewerbungsverfahren

Für die Bewerbung benötigt die Schule schriftliche Bewerbungsunterlagen. Ihre Bewerbung richten Sie bitte an:

Paritätische Schulen für soziale Berufe gGmbH
Inselstr. 30
77756 Hausach.

Danach werden Sie zu einem persönlichen Gespräch, das dem Kennenlernen und der Klärung von Fragen dient, eingeladen.

Folgende Unterlagen fügen Sie bitte dem Bewerbungsschreiben bei: (Zum Bewerbungszeitpunkt fehlende Unterlagen sollten baldmöglich – insbesondere vor Ausbildungsbeginn - nachgereicht werden.)

  • Unterschriebener tabellarischer Lebenslauf
  • Schulabschlusszeugnisse, amtlich beglaubigt
  • Geburts- und sonstige Urkunden zu Namensänderungen im Original
  • Passbild für Schülerausweis

Zum Ausbildungsbeginn nicht älter als drei Monate:

  • ärztliches Attest - mit Stempel und Zulassungsnummer - im Original nach dem downloadbaren Formular
  • erweitertes polizeiliches Führungszeugnis im Original

Parallel zum Bewerbungsverfahren an der Schule können Sie die für Sie passende Praxisstelle suchen. Bei der Praxisplatzsuche unterstützt Sie die Schule gerne.

Mögliche Praxisstellen erfahren Sie u.a. bei unseren Gesellschaftern unter: www.kbf.de und www.lebenshilfe-bw.de

Die Anerkennung ausländischer Schulabschlüsse beantragen Sie bitte beim Regierungspräsidium Stuttgart